Dienstleistung

Aktuelle Projekte

Förderung des halbparasitischen Sumpf-Läusekrauts (Pedicularis palustris) zur Eindämmung des Schilfs (Phragmites australis) in den Feuchtgebieten um den Lauenzersee, SZ

Halbparasitische Pflanzen werden im Naturschutz seit einigen Jahren erfolgreich als sogenannte „ecosystem engineers“ eingesetzt. In den meisten Fällen handelt es sich um einjährige Klappertopf-Arten (Rhinanthus spp.), die zur Aushagerung von Fettwiesen und zur Erhöhung der Artenvielfalt verwendet werden. Untersuchungen in Feuchtgebieten legen nahe, dass das zweijährige Sumpfläusekraut (Pedicularis palustris) einen eindämmenden Effekt auf verschiedene Seggen-Arten haben kann. Im Gebiet des Lauenzersees im Kanton Schwyz ist in den vergangenen Jahren beobachtet worden, dass das häufig dominierende Schilf (Phragmites australis) bei sich ausbreitenden Populationen des Sumpf-Läusekrauts merklich bis vollständig zurückgeht. Vor diesem Hintergrund wird die Hypotheses getestet, dass ein gezielter Einsatz des Sumpf-Läusekrauts die Mahdpflege der Bestände vereinfachen und die Artenvielfalt der subdominanten Arten erhöhen könnte. Die Untersuchungen laufen von 2017-2022 in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Lauerzersee, Pro Natura Schweiz und den kantonalen Behörden.

Mission Inventar "Praden"

Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora sammelt, organisert und visualisiert historische und botanische Fundmeldungen für die Schweiz. Um die Datenqualität vor allem in unterkartierten Gebieten zu verbessern wurden verschiedene Missionen und ins Leben gerufen, bei denen ehrenamtliche Helfer gezielt Daten im Gelände elektronisch erfassen und weiterleiten können. Der Botanikzirkel Graubünden (CH) bearbeitet für die Mission Inventar das Kartierquadrat "Praden" unweit von Chur. Ziel ist es in einem ersten Schritt, alle Gefässpflanzen innerhalb eines definierten 1x1 km2 georeferenziert aufzunehmen und in einem zweiten Schritte, die zusätzlichen Arten für das grössere 5x5 km2 Gebiet zu ergänzen. Für die Einweisung und Betreuung der Kartierer sowie die Qualitätssicherung der Daten habe ich mich als Vereinsmitglied bereit erklärt. Die Kartierarbeiten hat in 2017 begonnen.

Floristische Kartierung Baden-Württembergs

Seit den 1970er Jahren wird in Baden-Württemberg von den Naturkundemuseen in Stuttgart und Karlsruhe eine systematische Floristische Kartierung durchgeführt. 2008 begann ein kompletter Neudurchgang dieser Kartierung. Ziel ist es für alle Gefässpflanzen aktuelle Verbreitungskarten zu erstellen, d.h. u.a. historische Fundangaben zu bestätigen und Neufunde aufzunehmen. Die Daten bilden die Grundlage für vielerlei Projekte wie z.B. die Bearbeitung der Roten Liste der geschützten und bedrohten Arten. Innerhalb des Projekts bearbeite ich als ehrenamtlicher Mitarbeiter das Messtischblatt TK 8013 Freiburg im Breisgau SO, das grosse Teile des Stadtwalds Freiburgs, des Dreisamtals und auch die Höhen des Schauinslands umfasst.

 

Abgeschlossene Projekte

Rote Liste der Gefässpflanzen der Schweiz

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